Im Alter

Auch im hohen Alter spricht nichts gegen die Chiropraktik, denn die Behandlung wird nach der eingehenden Diagnose sorgfältig dem Befinden des Patienten angepasst. 

Abnützungserscheinungen in den Gelenken (Arthrose), Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), Muskelschwäche und manchmal auch ein reduziertes Allgemeinbefinden sind bei älteren Menschen besonders zu berücksichtigen. So verlangt Osteoporose nach besonderen manuellen Methoden; in bestimmten Fällen konzentriert sich die Chiropraktorin auf die Behandlung umliegender Gelenke und der Muskulatur. Dazu kommen Anleitungen für gezielte Übungen und die Zusammenarbeit mit Spezialisten: gelegentlich ist eine medikamentöse Ergänzungs-Behandlung nötig.

Die Belastung durch die Schwerkraft ist für den zwanzigjährigen und neunzigjährigen Menschen gleich. Mit zunehmendem Alter der Wirbelsäule aber, mit verminderter Widerstandsfähigkeit und Elastizität des Gewebes kommt es langsam zum Verlust notwendiger Ausgleichsfunktionen. Dies bedeutet, dass die normalen Krümmungen der Wirbelsäule zunehmen und das Muskelkorsett schwächer wird. Als Folge sehen wir einen Haltungszerfall und eine eingeschränkte Beweglichkeit. Es spielen aber nicht nur "Altersfaktoren" eine Rolle, sondern auch Bewegungsmangel, unzureichende Ernährung, Operationen, Unfälle und Krankheiten.

Die wichtigste Aufgabe der Chiropraktorin ist es, die Alltags-Beweglichkeit der Patientin so weit wie möglich wieder herzustellen und die Schmerzen zu lindern.

Gezieltes Vorbeugen soll Altersbeschwerden verhindern. Bewegung und ein rückenschonendes Verhalten im Alltag sind dabei ebenso wichtig wie gesunde Ernährung, geistige Aktivität und rasches Reagieren, wenn erste Beschwerden auftreten. Körperliches Training (tägliche Spaziergänge, Dehnübungen) kann beschädigtes oder zerstörtes Gewebe nicht wieder herstellen. Es hält aber in vielen Fällen fit bis ins hohe Alter. Es optimiert vorhandene Funktionen, verbessert die Lebensqualität und verhindert oder verzögert Behinderungen.